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Wie teuer ist Ihr Dispokredit?

So teuer ist der Dispokredit

Die meisten kennen das Szenario: Neigt sich der Monat dem Ende zu, tendiert der Kontostand gegen null. Das ist kein allzu großes Problem, schließlich gibt es die Möglichkeit, das Konto bei Bedarf zu überziehen. Allerdings kann das ein teurer Spaß werden, denn die Dispokreditzinsen bewegen sich oft in himmlischen Sphären. Zwar ist ein Überziehungwie teuer ist ihr dispokreditskredit durchaus sinnvoll, allerdings nur zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe. Bankkunden, die ihr Konto für längere Zeit ins Minus rutschen lassen, zahlen kräftig drauf. So teuer ist der Dispokredit.

Wer legt die Zinsen für den Dispo fest?

Die Hausbanken wie Volksbank, Sparkasse oder Commerzbank legen die Zinssätze für den Dispo fest. Jedes Kreditinstitut hängt im Bereich der Geldautomaten ein Preis-Leistungs-Verzeichnis mit den aktuellen Dispozinsen aus. Bankkunden mit regelmäßigen Zahlungseingängen können einen Dispokredit in Anspruch nehmen. Wer bessere Konditionen aushandeln will, hat in aller Regel bei Filialbanken recht gute Chancen, doch diese Geldinstitute verlangen meistens auch besonders hohe Überziehungszinsen für den Dispokredit.

Wie hoch sind die Dispozinsen im Durchschnitt?

Den von der EZB festgelegten niedrigen Leitzins nehmen zahlreiche Banken zum Anlass, ihren Kunden sehr hohe Dispozinsen zu berechnen. In der Zeitschrift „Finanztest“ hat Stiftung Warentest die aktuellen Zinssätze für Dispokredite nach einem Vergleich von fast 1.500 Banken veröffentlicht. Durchschnittlich liegen die Überziehungszinsen für Dispokredite momentan bei rund 10,25 Prozent. In Zeiten von Niedrigzinsphasen ein teures Vergnügen. Einige Geldinstitute verlangen Dispokreditzinsen von mehr als 15 oder 16 Prozent. Die mangelnde Transparenz ist laut Stiftung Warentest einer der Knackpunkte, da zahlreiche Geldinstitute ihre Kunden nur unzureichend über die Höhe des Zinssatzes informieren. Doch es gibt Alternativen zum teuren Dispokredit.

Günstigere Zinsen bei Ratenkrediten

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht, um wie viel teurer der Dispo im Vergleich zum Ratenkredit ist. Bei einer Kontoüberziehung von 2.000 Euro und einem Zinssatz von 13,5 Prozent müssen Bankkunden pro Jahr 270 Euro zusätzlich berappen. Entscheidet sich der Kunde für einen Ratenkredit bei einer günstigen Direktbank, sind die Zinssätze in aller Regel günstiger. Im besten Fall verlangen die Banken bei einem Kredit in Höhe von 5.000 Euro rund 2,7 Prozent Zinsen. Die teureren Anbieter berechnen Zinssätze von etwa 7,4 Prozent. Der Vorteil von Ratenkrediten liegt darin, dass der Kreditnehmer fest vereinbarte Raten zahlt und genau absehen kann, wann er das Darlehen abbezahlt hat. Auch ein Rahmenkredit ist normalerweise günstiger als ein Dispodarlehen. Bei dieser Variante vereinbaren Bank und Kreditnehmer eine Maximalsumme. Der Darlehnsnehmer kann die volle Kreditsumme sofort nutzen oder Teilbeträge in Etappen abrufen.

Überziehungskredite sind wenig rentabel

Zum Überbrücken kurzzeitiger Engpässe ist ein Dispokredit eine gute Alternative, doch insgesamt gesehen sind die Dispozinsen zu teuer und das Geldleihen ist wenig rentabel. Besonders kritisch ist die Lage, wenn Bankkunden zusätzliche Schulden haben, denn mit einem Überziehungskredit erhöhen sich die Verbindlichkeiten oft unkontrollierbar. Wer tief in den dunkelroten Zahlen steckt, sollte mit seiner Bank über eine Kreditumschuldung sprechen. Möchten Bankkunden bei ihrem Girokonto nicht auf einen Dispokredit verzichten, ist die Kontoführung bei einer Direktbank empfehlenswert, denn diese Geldinstitute bieten fast immer günstigere Dispozinsen als Filialbanken.